Die Schnittstelle zwischen Psychiatrie und klinischer Psychologie untersucht, wie wir mentale Gesundheit verstehen, diagnostizieren und behandeln. Dieser Bereich deckt ein breites Spektrum ab, von der Erforschung neurologischer Grundlagen bis hin zu praktischen Therapiemethoden im Alltag. Auf Gist.Science machen wir diese komplexen wissenschaftlichen Erkenntnisse für jeden zugänglich, unabhängig vom Fachhintergrund.

Unsere Beiträge stammen direkt von medRxiv, wo Forscher ihre neuesten Ergebnisse veröffentlichen, bevor sie in Fachzeitschriften erscheinen. Wir bearbeiten jedes neue Preprint in dieser Kategorie, um es in verständliche Zusammenfassungen zu übersetzen, ergänzt durch detaillierte technische Analysen für Fachleute. So bleiben Sie stets über den aktuellen Stand der Forschung informiert, ohne sich durch schwer verständliche Fachbegriffe verlieren zu müssen.

Im Folgenden finden Sie die neuesten Studien aus dem Bereich der Psychiatrie und klinischen Psychologie, die wir für Sie aufbereitet haben.

Agreement between smartphone-based mobile sensing and actigraphy sleep metrics in young people with bipolar disorder

Die Studie zeigt, dass passive smartphonebasierte Sensoren Schlafzeitpunkte und -dauer bei Jugendlichen mit bipolarer Störung zuverlässig mit der herkömmlichen Aktigraphie übereinstimmen und somit als skalierbare Werkzeuge für das Monitoring von Schlafstörungen geeignet sind.

Lopaczynski, A., Merranko, J., Mak, J., Gill, M. K., Goldstein, T. R., Fedor, J., Low, C., Levenson, J. C., Birmaher, B., Hafeman, D. M.2026-03-02📄 psychiatry and clinical psychology

Multivariate brain-cognition covariance supports the criterion validity of cognitive screening performance

Die Studie bestätigt die Kriterienvalidität der Riga-Kognitions-Screening-Aufgabe bei älteren Erwachsenen durch den Nachweis einer signifikanten multivariaten Kovarianz zwischen den Testergebnissen und der kortikalen Dicke relevanter Hirnregionen.

Sneidere, K., Zdanovskis, N., Litauniece, Z. A., Usacka, A., Gulbe, A. I., Freibergs, Z., Stepens, A., Martinsone, K.2026-02-28📄 psychiatry and clinical psychology

Apathy in Mild Behavioural Impairment: Associations with Cortical Thickness and Grey Matter Volume

Diese Studie zeigt, dass Apathie bei leichter Verhaltensstörung (MBI) in nicht-dementen Personen mit einer signifikanten Abnahme des kortikalen Dicken- und Graumaterialvolumens in AD-spezifischen Hirnregionen sowie im dorsolateralen präfrontalen Kortex einhergeht, was darauf hindeutet, dass MBI-Apathie ein frühes Anzeichen einer Alzheimer-assoziierten Neurodegeneration darstellt.

Vellone, D., Guan, D. X., Goodarzi, Z., Forkert, N. D., Smith, E. E., Ismail, Z.2026-02-27📄 psychiatry and clinical psychology

Plasma Lipid Alterations Track Multidimensional Psychosis Severity Across Diagnostic Boundaries

Die Studie zeigt, dass Veränderungen im Plasma-Lipidprofil die Schwere einer multidimensionalen Psychose unabhängig von der spezifischen Diagnose (Schizophrenie oder bipolare Störung) widerspiegeln und damit biologische Prozesse abbilden, die von herkömmlichen diagnostischen Kategorien oder einzelnen Symptomausprägungen nicht vollständig erfasst werden.

Thanabalasingam, A., Wiegand, A., Meijer, J., Dwyer, D. B., Schulte, E. C., The PsyCourse Study,2026-02-26📄 psychiatry and clinical psychology

A longitudinal study of anxiety and depression in Belgium during and after the COVID-19 pandemic

Diese Längsschnittstudie zeigt, dass sich die psychische Gesundheit der belgischen Bevölkerung zwischen 2020 und 2024 heterogen entwickelt hat, wobei ein signifikanter Teil der Erwachsenen unter zunehmenden Angst- und Depressionssymptomen litt, die stark mit finanziellen Sorgen, sozialer Isolation und Stigmatisierung zusammenhängen, während soziale Unterstützung und Lebenszufriedenheit als schützende Faktoren wirken.

Bui, T., Demarest, S., Duveau, C., Hermans, L., Van Hal, G.2026-02-26📄 psychiatry and clinical psychology

AI-Enabled Continuous Care Features in Real-World Psychotherapy: Treatment Engagement and Clinical Outcomes

Eine groß angelegte Realwelt-Studie zeigt, dass der Einsatz von KI-gestützten Funktionen zur kontinuierlichen Betreuung in der Routinepsychotherapie im Vergleich zur Therapie allein zu einer stärkeren frühen Behandlungsbindung und zu schnelleren Verbesserungen bei depressiven und Angstsymptomen führt.

Graupensperger, S., Brown, M., Chekroud, A., Mabe, B., Kopecky, O., Srokosz, N., Hopkins, J., Hawrilenko, M.2026-02-25📄 psychiatry and clinical psychology

Noninvasive brain stimulation combined with evidence-based psychotherapy for psychiatric disorders: A meta-analysis of optimal implementation parameters

Diese Metaanalyse zeigt, dass die Kombination aus nicht-invasiver Hirnstimulation (insbesondere rTMS) und evidenzbasierter Psychotherapie (insbesondere manuelle, menschlich geleitete kognitive Verhaltenstherapie) bei Angststörungen wirksamer ist als eine gleichzeitige Anwendung, wobei die gleichzeitige Gabe weniger effektiv ist als eine nicht-konkurrente Abfolge.

Beynel, L., Wiener, E., Baker, N., Greenstein, E., Neacsiu, A. D., Jones, E., Gindoff, B., Francis, S. M., Neige, C., Mondino, M., Davis, S. W., Luber, B., Lisanby, S. H., Deng, Z.-D.2026-02-24📄 psychiatry and clinical psychology

Early DNA methylation at the NGFI-A binding site of the NR3C1 1F promoter predicts cognitive functions at age five: evidence from the Parents as Teachers intervention in the ZEPPELIN study

Die Studie zeigt, dass eine frühe DNA-Methylierung am NGFI-A-Bindungsbereich des NR3C1-1F-Promotors bei Kindern aus benachteiligten Verhältnissen die kognitive Entwicklung im Alter von fünf Jahren vorhersagt und dass das „Parents as Teachers"-Interventionsprogramm diese Methylierung sowie die damit verbundenen Stressfolgen positiv beeinflusst.

Gardini, E. S., Neuhauser, A., Schaub, S., Kalkusch, I., Rodcharoen, P., Ehlert, U., Lanfranchi, A., Turecki, G., Klaver, P.2026-02-24📄 psychiatry and clinical psychology